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Neues Stadtquartier in Frankfurt

Frankfurt Mikropolis


Frankfurt braucht dringend weiteren Wohnraum: neue Quartiere für die Menschen, mit neuen Arbeitsplätzen, lebendigen Plätzen und ruhigen Grünflächen zum Erholen. Im Dezember 2017 hat die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main beschlossen prüfen zu lassen, ob im Frankfurter Nordwesten die Voraussetzungen für eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme gegeben sind. Im Untersuchungsgebiet müssen hierfür unter anderem rechtliche, städtebauliche und ökologische Aspekte geprüft werden. Diese sogenannten vorbereitenden Untersuchungen werden derzeit durchgeführt. Die ersten Entwürfe, die zeigen, wie die neuen Quartiere aussehen könnten, wurden im Laufe des Jahres 2020 in den „Studien zu Stadt und Landschaft“ entwickelt. Initialdesign entwickelte gemeinsam mit ARUP und Urbanista das Konzept der Mikropolis.

Kontext
Der Planungsraum, in dem wir arbeiten, ist hochgradig künstlich, über Generationen überformt und gestaltet. Gleichzeitig ist er Gegenstand dauerhaften Wandels. Die Kräfte, die diesen Raum gestaltet haben und gestalten werden, reflektieren ökonomische, soziale oder ökologische Interessen. Sie stehen sich in vielen Ballungsräumen unvereinbar gegenüber, in MIKROPOLIS sollen sie zusammengeführt werden. Der Anspruch ist, einen neuen, in der Gegenwart begehrten und in der Zukunft nachgefragten lebendigen Stadt- und Landschaftsraum zu schaffen, für alle Anrainer*innen und Interessen – für Zugezogene wie Alteingesessene.

Herausforderung
Der Anspruch von MIKROPOLIS greift über formale und funktionale Festlegungen hinaus und betrifft Struktur und Organisation des Zusammenlebens. Die Entwicklung im Nordwesten Frankfurts wird modellhaften Charakter haben und ein neues Stadtbild zulassen, wie es in den 30er (Siedlung Praunheim) und 70er Jahren (Nordweststadt) hier bereits geschehen ist. Denn die Arbeits- und Produktionsprozesse verändern sich weiter. Wissensarbeit findet z.B. (auch) in Wohnungen statt oder im unmittelbaren Umfeld des Quartiers. Arbeitszeiten lassen sich frei ausgestalten. Die Wohn- und Lebensformen passen sich an die Ansprüche einer zunehmend digital vernetzten Gesellschaft an. Absehbar werden sich Einkaufs- und Freizeitverhalten verändern. MIKROPOLIS schafft deswegen einen Zukunftsraum, der von seinen Akteuren nach gemeinsamen Bedürfnissen gestaltet, verändert und bewirtschaftet wird. Er reagiert mit offenen Grundrissen und innovativen Wohnangeboten, gezielt eingesetzten Aneignungsräumen in den Quartieren und mit frei zugänglichen Landschaften auf diesen Wunsch, aber auch mit neuen Mobilitätsangeboten oder neuen Bildungsformaten, die hier umgesetzt werden.

Lösung
Die Landschaft ist zentraler Treiber für die Entwicklung von MIKROPOLIS. Sie steht allen Menschen offen, die an ihr und mit ihr leben. Sie ist, dank der intensiven Bewirtschaftung, ein attraktiver und interessanter Raum, eine „Feldflur 2.0“, die für den ganzen Nordwesten von Frankfurt wichtig ist. Die Aufwertung dieser unbebauten Fläche, die eindeutig viel mehr ist als eine romantische Verklärung der Natur, bietet für alle Bewohnenden des Nordwestens einen Mehrwert, wenn der Zugang zu ihr erleichtert und das bestehende Angebot sorgfältig ergänzt wird.




Laufzeit  2020
Status abgeschlossen
Team ARUP Deutschland; InD-Initialdesign; Urbanista    

Autraggeber         Stadt Frankfurt 
Link                          Neuer Stadtteil Frankfurt Nord West












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