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Neues Stadtquartier in Heidelberg

PHV - Patrick Henry Village

Im Rahmen der IBA Heidelberg sollte ein Areal der amerikanischen Streitkräfte geöffnet und nach Abzug der Armee in ein neues Stadtquartier umgeformt werden. Der Prozess umfasste mehrere Phasen und mehrere Planungsbüros waren damit beschäftigt, Vorschläge für eine Zukunftsstadt zu entwickeln, die neue Wege in der Gestaltung der Freiflächen, in der Planung der Mobilität aber auch in der zukünftigen Nutzungskonzeption und Planung der Mischung sucht und dabei den Bestand integriert. Am 18. Juni 2020 entschied der Gemeinderat, dieses Projekt umzusetzen.

Kontext
Die Aufgabe war es, ausgehend von den Stärken der Stadt Heidelberg und der Region, im PHV eine neue "Wissensstadt" zu entwickeln, in der sich innovative Formen des Arbeitens und Wohnens überlagern und von den Impulsen zur zukünftigen Entwicklung der Stadt Heidelberg und der Region ausgehen. Das Areal hat etwa 100 Hektar. Die Zielzahlen liegen bei mindestens 10.000 Einwohnern und ca. 5.000 Arbeitsplätzen, die in 20 Mikroquartieren und auf ca. 767.000 m2 NGF einzurichten sind.

Herausforderung
Die auf PHV im Rahmen der Planung anvisierte NGF von ca. 767.000 m2 ist realistisch nicht vollumfänglich als “Innovationsquartier” umzusetzen. Zum Teil stehen vollkommen neuen Ansätzen ganz einfach rechtliche Vorschriften entgegen (z.B. beim sozialen Wohnungsbau oder beim Schulbau). Es werden aber auch von Seiten der Nutzer und Investoren berechtigt Wünsche nach Normalität oder Standards geäußert, die zu berücksichtigen sind. Es geht deswegen sowohl bei der Entwicklung von Wohnangebot als auch bei der Entwicklung von Arbeitsplätzen in PHV darum, zwischen berechtigtem Innovationsanspruch und bestehender Nachfrage zu vermitteln.

Lösung
Die Programmierung der einzelnen Mikroquartiere erforderte in der Ausarbeitung eine maximale soziale und funktionale Durchmischung des Areals. Unter allen Umständen ist zu verhindern, dass monofunktionale Umgebungen entstehen, die PHV ein negatives Image geben. Dieser Wunsch aus der Ausschreibung musste allerdings relativiert werden, da die Forderung nach Wohnraum für 10.000 Bewohnern und 5.000 Arbeitsplätzen bestimmte Rahmenbedingungen schafft, auf die die Programmierung eingehen muss und die absehbar zu Schwerpunktbildungen führen. Unter Beachtung der äußeren Umstände (z.B.Autobahn, autofreies Quartier, Lage der Quartiersgaragen) sind ca. 30% des Areals (Quartiere C und Quartiere E) nur eingeschränkt für Wohnnutzung verwertbar. Emissionen der Autobahn aber auch die mit den Lieferverkehren für Arbeitsplätze und Produktion verbundene Einschränkungen fordern im Bereich C Rücksicht. In den Quartieren E werden sich um den Hauptzugang Infrastrukturen bündeln, die für die Versorgung von PHV unerläßlich sind. Die verbleibenden Wohnnutzungen werden sich deswegen entlang der Westseite des Areals (Quartiere A) konzentrieren und in der mittleren Zone in den Bestandsbauten realisiert werden (Quartiere B). InD entwickelte gemeinsam mit ARUP Deutschalnd eine Strategie, die Grenzen erkennt und Talente zur Geltung bringt.




Laufzeit  2019
Status abgeschlossen
Team Initialdesign
ARUP Deutschland       

Autraggebe         Stadt Heidelberg,
                                    vertreten durch die IBA Heidelberg
Link                          IBA Heidelberg












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